Montag, 14. Mai 2007

Montagvormittag

Ich genieße gerade meinen freien Tag in vollen Zügen. Die Sonne scheint und es gibt nichts, was dringend erledigt werden muss. Das tut gut. Die Woche war schon heftig - Stederdorf, Gunzenhausen, Sonntagvormittag Konfirmation und abends dann noch der Moasikgottesdienst. Jetzt ist es schön, mal einen Moment still zu sitzen und über die letzten Tage nachzudenken. So schaffe ich es dann, dass sie nicht einfach nur als abgelaufene Termine verblasen, sondern wirklich ein Teil meiner Biographie werden.
Vor ein paar Stunden habe ich ein Mail bekommen, das mich nachdenklich gemacht hat. Es ist so eine Art Gegendarstellung des Pastors aus der Türkei, wo die drei Christen vor ein paar Wochen ermordet wurden. Ich hatte ja von einem Brief erzählt, den ich erhalten habe und der ein wenig den Hintergrund erleuchtet. Offenbar wurde aber darin mächtig übertrieben. Die Christen wurden zwar ermordet, aber bei weitem nicht so brutal. Der Pastor meint, dass der ganze Brief wohl gar nicht von Christen verfasst wurde, sondern von Islamisten, die ihn für ihre Propaganda missbrauchen wollen. Ich denke, die Sache wird unübersichtlich und wir sollten es dabei belassen festzustellen, dass die Drei ermordet wurden und nicht aufhören für die Christen in der Türkei zu beten.
In diesem Zusammenhang habe ich auch noch mal darüber nachgedacht, ob es gut oder schlecht ist, wenn wir die Türkei in die EU aufnehmen. Meine erste, spontane Reaktion vor ein paar Wochen war ja: "Bloß das nicht. Dann öffnen wir einem radikalen Islam die Tür." Andererseits: Ist das nicht auch unsere Chance, mehr Einfluss auf die Türkei zu nehmen und so unseren Leuten dort zu helfen? Warum lassen wir es zu, dass uns der wachsende Einfluss des Isalms so viel Angst macht? Es ist Zeit, einem radikalen Islam einen Grund zu liefern, Angst vor uns zu bekommen, indem wir selbstbewusst auftreten und endlich zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind - sei es unser Glaube an Christus oder oder seien es einfach nur unsere westlichen Werte (was immer das auch ist). Also ehrlich, wenn ich höre, dass das gute alte Sparschwein bei der Sparkasse verbannt wurde, aus Rücksicht vor moslemischen Gefühlen, dann hört es doch so langsam auf.

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